Mechanische Bearbeitung
Die Bearbeitung von GFK-Profilen ist einfach und ähnelt der Holzbearbeitung. Die gebräuchlichsten Bearbeitungstechniken sind Bohren, Fräsen, Sägen, Drehen und Kleben.
Bohren:
Bei Bohrungen kleiner Mengen sollte man einen einfachen Hartmetallbohrer nach DIN 8037 oder DIN 8038 verwenden. Bei Bohrungen größerer Mengen empfiehlt es sich einen diamantbesetzten Bohrer zu verwenden. Ausfransungen am Bohraustritt können verkleinert werden, indem man eine Holzunterlage verwendet.
Bohrgeschwindigkeit:
Hartmetallbohrer: 60-80 m/min
diamantbesetzter Bohrer: 300-1200 m/min
Fräsen:
Hartmetall- oder Diamantfräser sind gut geeignet für das Fräsen von GFK-Profilen, wobei Hartmetallfräser eine höhere Vorschubgeschwindigkeit erreichen. Ein Kühlmitteleinsatz ist ratsam, da GFK-Profile schlechte Wärmeleiter sind.
Schnittgeschwindigkeit: 100-400 m/min
Sägen:
Für kleinere Mengen genügt eine Metallsäge. Sind größere Mengen zu sägen, ist es empfehlenswert, ein diamantbesetztes Sägeblatt zu verwenden. Der Durchmesser der Sägeblätter beträgt je nach Wandstärke 200-500 mm. Auch beim Sägen ist ein Kühlmitteleinsatz ratsam, um den anfallenden Staub abzuführen. Bei Trockenbearbeitung ist eine Absaugung notwendig.
Schnittgeschwindigkeit: 1800-3600 m/min
Drehen:
Bei kleineren Mengen reicht eine Standardausstattung, wie bei der Metallbearbeitung. Bei größeren Mengen sollte man jedoch hartmetall- bzw. diamantbesetzte Werkzeuge verwenden. Bei größeren Mengen ist eine Wasserkühlung ratsam.
Schnittgeschwindigkeit: wie bei Messing oder Aluminium
Kleben:
Die Profile lassen sich fest mit 2-Komponenten-Kleber verbinden. Wir empfehlen:
2-Komponenten-Epoxid-Kleber z.B. UHU Endfest 300, Araldit etc.
Behandlung der Oberflächen und Auftragen des Klebers nach den Richtlinien des Herstellers.


